EDiese Ausstattung benötigst du für deinen ersten eigenen Friseursalon
Anfang Februar 2026 gab es in Deutschland exakt 49.523 Friseure. In manchen Städten ist die Unternehmensdichte je 100.000 Einwohner größer, in anderen deutlich kleiner. Der Traum vom eigenen Friseursalon erstreckt sich aber über das ganze Land. Allerdings ist der Schritt in die Selbstständigkeit ein großer Meilenstein, den man gut überlegt planen sollte. Dazu kommt, dass die Anforderungen an moderne Salons steigen. 2026 gibt es nämlich zahlreiche neue Regelungen, darunter Anpassungen beim Mindestlohn, bei der Ausbildungsvergütung und bei Bürokratiepflichten. Umso wichtiger ist es für Gründer, bei der Erstausstattung des Frisiersalons strukturiert und vorausschauend vorzugehen.
Die unverzichtbaren Basics für den Start
Das Herzstück eines Salons bilden die Arbeitsplätze. Sie bestehen aus mehreren Elementen, die funktional aufeinander abgestimmt sein sollten. Dazu gehören Stylingstationen mit Spiegeln, ausreichende Ablageflächen sowie Sitzmöbel, die sowohl für die Kunden als auch für das Personal komfortabel sind. Gerade bei längeren Behandlungen spielt die Ergonomie eine große Rolle, damit es nicht zu übermäßigen körperlichen Belastungen kommt. Wer einen Friseurstuhl kaufen will, sollte beispielsweise darauf achten, dass er nicht nur stabil und leicht zu reinigen ist, sondern auch höhenverstellbar. Praxistauglichkeit und Arbeitssicherheit müssen oberste Priorität haben. Ergänzt werden die Arbeitsplätze durch mobile Arbeitswagen, passende Beleuchtungssysteme mit neutralem Licht und einem hohem Farbwiedergabeindex sowie ausreichend Steckdosen für die elektrischen Geräte.
Darüber hinaus benötigt ein professionell eingerichteter Salon klar voneinander getrennte Funktionsbereiche. Es ist unbedingt auf eine ansprechende und praktische Gestaltung der Waschbereiche zu achten, da viele Dienstleistungen in einem Friseursalon hier beginnen. Rückenschonende Waschbecken und eine durchdachte Anordnung können viel Zeit sparen und für eine kundenfreundliche Atmosphäre sorgen. Zusätzlich braucht es separate Bereiche für Farb- und Pflegebehandlungen.
Auch das Thema Hygiene hat in den vergangenen Jahren weiter an Relevanz gewonnen. Scheren, Kämme und Bürsten müssen nach jedem Einsatz gereinigt und desinfiziert werden. Viele Salons nutzen dafür geschlossene Desinfektionsboxen oder UV-Geräte. Ebenso müssen Handtücher und Umhänge nach jedem Kundenkontakt gewechselt und bei mindestens 60 Grad gewaschen werden. Darüber hinaus verlangen die Vorschriften leicht zugängliche Waschgelegenheiten mit Flüssigseife, Einmalhandtüchern und geeigneten Hautdesinfektionsmitteln. Außerdem müssen Abfallbehälter mit Deckel bereitstehen, um kontaminierte Materialien sicher zu entsorgen.
Werkzeuge, Technik und Organisation
Zur technischen Grundausstattung eines Friseursalons gehören Haartrockner, Glätteisen, Schneidewerkzeuge sowie Geräte für die unterschiedlichen Pflege- und Stylinganwendungen. Diese müssen zuverlässig, leicht zu handhaben und möglichst langlebig sein, denn sie kommen jeden Tag zum Einsatz. Wer hier billig kauft, zahlt oft doppelt, da dann schnell Neuanschaffungen drohen, weil die Geräte schon nach relativ kurzer Zeit streiken.
Ergänzend zur Arbeitstechnik muss auch an die Organisation im Hintergrund gedacht werden. Digitale Terminplanungssysteme helfen dabei, die Auslastung und die Arbeitszeiten effizient zu steuern und Leerlauf zu vermeiden. Zusätzlich sorgen Kassensysteme und Dokumentationsmöglichkeiten für Transparenz und Struktur.
Ein weiterer und oft unterschätzter Aspekt ist der Empfangs- und Wartebereich. Er bildet den ersten Berührungspunkt mit dem Salon, das heißt, er prägt den Gesamteindruck noch vor der eigentlichen Dienstleistung. Moderne und bequeme Möbel vermitteln Behaglichkeit, so dass sich sicherlich auch jene Kunden wohlfühlen, die sich sonst eher selten in einem Friseursalon blicken lassen.